Museum und technische Schauanlage
„Wassermühle Höfgen"

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach...

Gehen Sie auf Entdeckungsreise in eine der letzten erhaltenen Wassermühlen der Region. Ihr oberschlächtiges Mühlrad wird mit der Kraft des Tannickenbaches angetrieben und macht neugierig, wie diese Kraft im Inneren des Gebäudes so einfach wie genial auf die Mühlentechnik übertragen wird.

Sie sind herzlich eingeladen, die faszinierende Mühlentechnik und die wechselvolle Geschichte der Mühle vom Keller bis zum Dach auf eigene Faust oder mit einer Führung zu erkunden. Mit ihrer authentischen und funktionsfähigen Ausstattung gibt die Mühle einen Einblick in den Erfindungsreichtum und die Handwerkskunst vergangener Generationen.

Hier wird sehr eindrücklich vermittelt, wie schwer und entbehrungsreich das Leben der Müllersleute einst war.
Die Existenz der Höfgener Müllersfamilien wurde nicht nur durch den Mahlbertrieb, sondern auch durch die Bäckerei, die Landwirtschaft, den Ausschank und zeitweise durch Beherbergung gesichert.
Im Obergeschoss sind zwei Räume als Teil einer Müllerswohnung, wie vor ca. 200
Jahren liebevoll nachgestaltet.

Heute werden diese Räume von drei geschnitzten Mühlenfiguren aus dem Jahre 1704 bewohnt. Der Mühlenbaumeister, früher auch „Mühlenarzt" genannt, Müller und Müllerin begrüßen einmalig in dieser Konstellation im deutschsprachigen Raum, den willkommenen Besucher.

Direkt hinter der Mühle befindet sich ein kleiner, sehenswerter Kräutergarten mit einigen alten Obstbäumen.
Übrigens: auf einem Rundweg von ca. 7 km kann man zwei weitere Mühlen des sogenannten „Grimmaer Mühlendreiecks" erforschen, die Schiffmühle Höfgen und die Paltrockwindmühle Schkortitz.

...ein kurzer Blick in die Geschichte der Mühle...

Ihre erste urkundliche Erwähnung fand die Wassermühle Höfgen im kurfürstlichen Mühlenverzeichnis zu Dresden im Jahre 1721. Darin ist sie als „ Mahlmühle mit einem Gang, getrieben von etlichen Quellwassern" beschrieben.
Da das aus 7 Gehöften entstandene Dorf, mit der auf einer Porphyr - Kuppe erbauten Wehrkirche bereits im 13. Jahrhundert existierte, ist ein beträchtlich früherer Entstehungszeitpunkt der Mühle denkbar. Scherbenfunde aus dem 16.Jh im Vorratskeller des Gebäudes vor einigen Jahren, unterstreichen diese Annahme.

Die Pächter und späteren Besitzer wechselten häufig, bis 1859 die Familie Ruhmer die Mühle und das dazugehörige Bauerngut samt Gastwirtschaft erwarb.
Seither blieb ihr Name über Generationen untrennbar mit dem Anwesen verbunden.

Der Mahlbetrieb der Mühle wurde erst 1954 gänzlich eingestellt. Dem Gebäude drohte nach Aufgabe der Nutzung alsbaldiger Verfall. In den 1960-er Jahren fanden sich Enthusiasten und ausgewiesene Kenner der Materie, um die Mühle in ihrer Einmaligkeit zu retten.
Mit Beharrlichkeit und Einfallsreichtum wurde das Ziel verfolgt, das technische Denkmal für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen.
1976 war es dann endlich so weit, die „ technische Schauanlage mit kleiner musealer Darstellung" konnte eröffnet werden.

Als 4 Jahre später noch ein funktionierendes Wasserrad eingebaut wurde, entwickelte sich die Mühle endgültig zu einem Besuchermagnet.
Trotz Höhen und Tiefen in den folgenden Jahrzehnten, die auch von 2 verheerenden Hochwasserkatastrophen geprägt waren, ist die technische Schauanlage „ Wassermühle Höfgen", bis heute ein lebendiger Ort für Erlebnis und Bildung geblieben, der so manchen
" Aha – Effekt" bei seinen Besuchern erzeugt.

Testen Sie es selbst und tragen Sie dazu bei, dass ein wichtiger Zeuge regionaler Dorf – und Heimatgeschichte als Teil unserer eigenen Tradition erhalten bleibt.

Mit dem Gruß der deutschen Müller „Glück zu!"

 


Wichtige Veranstaltungen im Jahresverlauf

  • Saisoneröffnung mit Backtag am ersten Sa. im April oder Ostersonnabend wenn im März!
  • Backtage mit dem Mühlenverein am ersten Samstag der Saisonmonate, zum Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag und zum Handwerkermarkt im September.

 


Neuigkeiten

Neben der Mühlenführung für Kinder bietet der Mühlenverein seit 2016 das Mitmachprojekt: Es klappert die Mühle am rauschenden Bach" oder „Wer zuerst kommt malt zuerst" an.

Dauer: ca. 1 Stunde 
Preise pro Kind: 2,00 €
Termine: individuell nach Absprache
Gruppenstärke: pro Durchgang max. 20 Kinder
Alterstufe: für Kinder ab 6 Jahre

Bezug zum Leerplan

Klasse 1 / 2: Sachunterricht
Klasse 3 / 4: Sachunterricht - Zusammen leben und lernen
Klasse 5 / 6: Oberschule: Geschichte - Exkursion im Heimatraum
Klasse 5 Gymnasium: Geschichte - Orientierung in der Vergangenheit
Klasse 8 Gymnasium: Geschichte - Industrialisierung und die Folgen
Klasse 11 Gymnasium: Geschichte - Von der vorindustriellen bis zur Industriegesellschaft

Kontakt bzw. Ansprechpartner vor Ort

Antje Möser:
Tel.: 03437 - 707572 ( während der Öffnungszeiten )
Fax: 03437 - 917215
E – Mail:  antje.msr@gmx.de

Für den Verein zur Erhaltung der Wassermühle Höfgen e.V.:
Postadresse: Am Mühlgraben 6
04668 Grimma

Hans-Henning Ruhmer:
E – Mail:  hhruhmer@wassermuehle-hoefgen.de

 

Mit einer Spende können Sie das Museum unterstützen:
IBAN: DE95 8605 0200 1010 0212 61 • BIC: SOLADES1GRM
Kreditinstititut: Sparkasse Muldental

Zahlungsempfänger: Verein zur Erhaltung der Wassermühle Höfgen e.V.

Impressionen aus der Schauanlage